255mal3

Die individuelle Foto- und Filmlocation für junge Kreative in der Nordstadt

255mal3 ist keine Mathematikaufgabe sondern eine neue Foto- und Filmlocation für junge Kreative in der Dortmunder Nordstadt. Die Zahlen (255/255/255) stehen im RGB-Farbraum für die Farbe Weiß. Bei einem Blick auf die Webseite (www.255mal3.de) wird sofort klar, dass der Name perfekt zu den großzügigen, hellen Räumen passt. Die Altbauwohnung mit hohen Decken und großer Fensterfront im Wohnzimmer wird eigentlich als Privatwohnung genutzt. Der Marketing- und Kommunikationsexperte Jörn Philipp Jordan und der Fotograf Patrick Temme haben jedoch schnell erkannt, dass die 90 qm Wohnung alle Voraussetzungen für eine besondere Foto- und Filmlocation erfüllt. Das geräumige Wohn- und Esszimmer, mit weißen Wänden und weiß gestrichenem Dielenboden, ist das Herzstück der Wohnung. Es ist modern, minimalistisch eingerichtet und kann in kurzer Zeit leergeräumt, umgeräumt oder umgestaltet werden. Somit lässt sich die Location ganz individuell an die Vorstellungen und Bedürfnisse der kreativen Kunden anpassen. Die unterschiedlichsten Projekte lassen sich dadurch in einem Raum realisieren. Von Kreativshootings für Werbekampagnen bis hin zur freien Fotografie wie z.B. Familienfotos. Schlafzimmer, Küche und Badezimmer können für die Foto- und Filmproduktion ebenfalls mitgenutzt werden. „Die Leute fühlen sich direkt wohl und abgeholt. Bei uns gibt es kein oberflächliches Schischi – aber guten Kaffee“, sagt Fotograf Patrick Temme zum 255mal3 Konzept.

Die besondere Foto- und Filmlocation deckt damit eine Marktlücke ab. „Standard Mietstudios sind langweilig, unveränderbar und unpersönlich. 255mal3 hat Charakter und Flair, mit einer persönlichen Atmosphäre. Jegliche Veränderungen sind möglich, solange der Raum am Ende des Tages wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt wird“, fügt Jörn Philipp Jordan hinzu. Diese Individualität ist zudem noch für kleines Geld zu haben. Eine Stunde gibt es bereits für 60 Euro zzgl. Endreinigung, für den ganzen Tag (8 Stunden) werden 255 Euro veranschlagt. Das Equipment muss selber mitgebracht werden. Marketingexperte Jörn Philipp Jordan weiß: „Unsere Zielgruppe sind junge Kreative mit wenig Geld, die hier trotzdem die Möglichkeit haben etwas richtig Geiles zu machen. Wir wollen damit nicht viel Kohle verdienen sondern Spaß haben, Leute kennenlernen und gemeinsam kreative Projekte umsetzen.“

Jörn Philipp Jordan stellt seine private Wohnung gerne anderen Kreativen zur Verfügung und vertraut seinen Besuchern vollkommen. Auch der Vermieter, Dr. Heitmeyer Immobilien, und alle Nachbarn haben das Projekt von Beginn an unterstützt. Durch die Mischung aus Mietlocation und Privatwohnung entsteht die familiäre, entspannte Atmosphäre, die das Arbeiten für Fotografen besonders angenehm macht. In Zukunft wird die Wohnung allerdings hauptsächlich gewerblich genutzt. Nicht nur als Foto- und Filmlocation sondern auch als Raum für Workshops und Seminare zum Thema Fotografie. Dazu werden professionelle Fotografen zu Frage- und Antwortrunden eingeladen. „Interessierte Hobbyfotografen können die Profis solange befragen, bis diese alle ihre Geheimnisse preisgegeben haben“, erklärt Patrick Temme.

Geplant hatte es Jörn Philipp Jordan nicht, in die Nordstadt zu ziehen. Er hatte zu Anfang gemischte Gefühle: „Ich habe mich direkt in die Wohnung verliebt, musste aber erst darüber nachdenken. Ich bin dann einige Nachmittage durch die die Nordstadt gelaufen und konnte feststellen, dass der Stadtteil vieles zu bieten hat.“ „Die Nordstadt hat einen gefährlichen Charme. Hier sieht man das echte Leben und auch echte Schicksale. Aber es gibt hier auch sehr viel kreatives Potential sowie offene, hilfsbereite Menschen“, sprechen die zwei Kreativen aus Erfahrung. Für die Zukunft der Nordstadt wünschen sich Jörn Philipp Jordan und Patrick Temme mehr mutige Leute die etwas verändern wollen sowie einen besseren Ruf in der Außenwahrnehmung. „Die Nordstadt braucht ein anderes Klischee. Der Stadtteil soll als kreatives Viertel bekannt sein. Kreativität erzeugt Veränderung. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen die Nachbarschaft lebenswerter zu machen. Aber wenn der erste Barista hier einzieht sind wir weg“, sagt Fotograf Temme augenzwinkernd.

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Text: Nicole Winkelkötter
Fotos: 255mal3